Zwinger von den Köpenicker Kromis
Für unsere Cathy

Gesundheit

Die gesundheitlichen Voraussetzungen sind das A und O des Einkreuzprojektes des VRK. Deshalb sind Checks zwingend vorgeschrieben, die wohl beim VRK einzigartig sind.

Meine Blutwerte incl. des Schilddrüsenprofils wurden erstmals im April 2019 (dann wieder im März und Juli 2020) bestimmt und sind rundum ohne Beanstandungen, auch meine Augen (DOK-Untersuchung von einem spezialisierten Tierarzt durchgeführt)  sind komplett gesund, die Hüfte ist HD-frei (ärztliche Bescheinigung liegt ebenfalls vor). Der Gentest von MyDogDNA (4.2.2019) weist aus, dass ich Anlagen für Hyperkeratose, von Willebrand und Hyperuricosuria trage, jedoch selbst nicht erkrankt bin. Das  kommt leider häufiger bei uns reinrassigen Kromfohrländern vor. Deshalb wird auch mein Bräutigam frei sein von diesen Anlagen, so dass garantiert ist, dass für diese drei Erkrankungungen keine erkrankten Welpen (Merkmalsträger) zur Welt kommen.

Kurz nach dem ersten Lebensjahr war ich mal ziemlich krank, ich hatte oft Durchfall und habe auch immer wieder mal das Futter erbrochen. Schließlich wurde herausgefunden, dass ich eine Gastritis und Dünndarmentzündung hatte, wohl durch bestimmte Futtersorten ausgelöst. Ich vertrage auch diese Rinderohren, Ochsenziemer, Kauknochen und was es sonst noch so gibt, nicht. In vielen dieser Produkte stecken auch äußerst ungesunde Farb- und Konservierungsstoffe.

Ich musste lange Diät halten und dann haben meine Leute herausgefunden, dass mir Rind-, Büffel- und Wildfleisch pur aus der Dose mit gekochten Möhren und Süßkartoffeln und ganz besonders auch eine tägliche  BARF-Ration  am besten bekommt und seitdem geht’s mir richtig gut. Leckerlis backt mein Frauchen gerne selber. Gerne mag ich auch frischen Ochsenschwanz und einen guten Rinderknochen mit ordentlich Fleisch dran knabbbern.


Der A-Wurf von den Köpenicker Kromis
eine Bilanz der MyDogDNA-Auswertung

April 2021      

Nun sind alle 10 Welpen ausgezogen – die Erinnerungen an die Wochen der Aufzucht sind noch ganz frisch und präsent. Wir denken sehr gerne zurück an diese wunderbare Zeit. Ein Erlebnis, das die ohnehin schon einzigartige Beziehung zu unserer Cathy noch intensiviert hat und der wir höchsten Respekt vor der unglaublichen Leistung zollen. Wir haben unser Zuchtabenteuer tatsächlich nur im Rahmen des VRK Einkreuzprojektes in Angriff genommen, eine reinrassige Zucht wäre für uns nicht infrage gekommen. Die Rasse der Kromfohrländer braucht eine genetische Auffrischung, man kann die Genvielfalt nur erhöhen durch Einkreuzen. Die strenge Zuchtordnung des VRK sieht verbindliche Gesundheitschecks vor jeder Verpaarung vor. Diese mussten auch bei unserer Cathy als beim Deckrüden Amadeus von den Streeken absolviert werden.

Wir ziehen gerne eine erste Bilanz – die Auswertung des umfangreichen Gentests MyDogDNA liegt vor.        

Wir haben im Alter von knapp neun Wochen die zehn Gentests durchgeführt und dazu jeden einzelnen Welpen für zwei Stunden von der Mutter, den Geschwistern und dem Zugang zu Futter ferngehalten. Dies ist nötig, da sonst fremde Zellen im Mund des Welpen den Test verfälschen würden.

Die genetische Ausgangslage bei unserer Cathy, sie ist eine reinrassige Kromfohrländer-Hündin:        
Sie ist Anlageträgerin (ein krankes Gen) für die Digitale Hyperkeratose, für Hyperurikosurie und für das von Willebrand Syndrom Typ I.   Cathy selbst ist von diesen Krankheiten frei, sie ist keine Merkmalsträgerin!
Diese Daten sind immens wichtig – im VRK ist dieser umfassende Gentest Pflicht. So kann der Verpaarungspartner u.a. auch nach seinem genetischen Fingerabdruck gewählt werden und wir stellen sicher, dass keine Merkmalsträger (zwei kranke Gene) für diese Erkrankungen zur Welt kommen.      
Die genetische Varianz liegt bei Cathy bei 25,5% - der Durchschnitts-Wert beim reinrassigen Kromfohrländer liegt per Stand Sommer 2020 bei 26,1%. D.h.: Cathy hat sogar noch einen geringeren Wert bei der Genvielfalt als der Durchschnitt.

Der Vater unseres A-Wurfes, Amadeus von den Streeken, ist ein Kromfohrländerrüde aus dem Einkreuzprojekt des VRK. Er hat bedingt durch seinen hohen Fremdblutanteil eine hohe genetische Varianz von 44,3% und ist frei für alle derzeit testbaren Erkrankungen beim Kromfohrländer.

In der Kombination mit Cathy passt das super – eine hohe genetische Varianz plus frei für die Erkrankungen, es können also keine erkrankten Welpen zur Welt kommen bei der Digitalen Hyperkeratose, beim von Willebrand Syndrom und bei der Hyperurikosurie.


Eines unserer Hundekinder ist frei von allen testbaren Krankheiten, bei weiteren sechs unserer Zwerge sind nur eine bzw. zwei Anlagen vorhanden, drei haben dieselbe genetische Situation wie Mama Cathy. Wenn wir jetzt vergleichen mit Cathy – dann stehen bei der genetischen Belastung sieben Welpen besser da als sie. Verglichen mit dem Papa haben neun Welpen eine höhere Belastung. Sie haben aber auch mehr Kromiblut als der Papa, das muss man auch in die Wertung miteinbeziehen.

Unser A-Wurf von den Köpenicker Kromis hat einen Kromfohrländer-Anteil von 62,5%.

Und jetzt werfen wir Blick auf die genetische Vielfalt unseres Nachwuchses: die Werte liegen zwischen 38% und 42%!       

Verglichen mit Cathys Wert der genetischen Varianz von 25,5% ist das eine Riesenverbesserung. Die Welpen haben sogar einen höheren Wert als der Durchschnitts-Rassehund, dieser weist 34,3% auf.

Im Rassezuchtverein ist nur der Gentest für die Digitale Hyperkeratose Pflicht.

Wir haben 10 Welpen mit einem guten Rüstzeug für ein langes gesundes Leben in die weite Welt geschickt. Sie alle haben eine hohe genetische Varianz und keiner ist Merkmalsträger für eine aktuell testbare Erkrankung.   
Verglichen mit ihrer Mama und mit reinrassigen Kromfohrländern im Allgemeinen haben sie dank der großen Genauffrischung bessere Bedingungen und Chancen auf Gesundheit.

Wir haben durchweg bärtige und rauhaarige Hunde, die dem  Erscheinungsbild eines Kromfohrländers alle Ehre machen.

Das Zuchtprojekt des VRK kann an diesen Werten gemessen werden – hier wird der Genpool des Kromfohrländers klar und nachhaltig erweitert. Jeder Welpenbesitzer hat von uns den umfassenden Gentest erhalten und kann sich entsprechend darauf einstellen.

Umsichtige Zucht mit Weitsicht und Perspektiven für den Kromfohrländer – wir konnten mit unserem A-Wurf dazu beitragen. Und darüber freuen wir uns sehr!